Vom Handwerk zur industriellen Fertigung und zurück?
Das Handwerk des Schuhmachers beschäftigte sich jahrhundertelang mit der individuellen Einzelfertigung von Schuhen. Die Wünsche und die enge Abstimmung mit dem Kunden waren hierbei ebenso für den Erfolg des Schuhmachers von Bedeutung, wie die Verarbeitung hochwertiger Materialien, um eine möglichst hohe Haltbarkeit des Schuhs zu gewährleisten.
Mit dem Bevölkerungswachstum und den technischen Möglichkeiten der industriellen Fertigung löste die Massenproduktion nicht nur die handwerkliche Einzelfertigung ab, sondern auch deren Werte und die Nähe zum Kunden. Das Bedürfnis des Kunden nach Individualität war im wesentlichen dafür verantwortlich, dass sich der Markt wieder deutlicher auf Wünsche und Bedürfnisse des Kunden ausrichtete. Die Konsequenz für den Sportschuhmarkt äußerte sich in einer nahezu unendlichen Fülle an verschiedenen Modellen, Material- und Farbkombinationen und letztendlich der Möglichkeit, als Kunde das Produkt in diversen Faktoren wie Farb- oder Formgestaltung beeinflussen zu können: Mass Customization. Somit wurde auf die gerade im Sportschuhbereich deutlich ausgeprägte Szene des „Customizings“ kommerziell reagiert.
Im Folgenden wollen wir die Möglichkeiten zur Individualisierung der unterschiedlichen Hersteller vergleichen – sollten wir einen Service vergessen haben: scheut euch nicht, uns in den Kommentaren zu korrigieren :-)
Nike: NikeID
Das umfangreichste System zur Individualisierung von Sneakern dürfte im Moment Nike mit dem Service NikeID zur Verfügung stellen. Über ein Webinterface wird es dem Nutzer ermöglicht, verschiedene Farben und Materielien für die Gestaltung des „eigenen Sneakers“ zu verwenden. Aktuell stehen 69 Modelle zur Auswahl, die neben Retro-Modellen auch neue Sportschuhe aus diversen Sportarten wie Fußball, Basketball und Laufsport miteinbeziehen.
Link: nikeid.nike.com
Foto: Screenshot der NikeID-Website


